Kommentar: Deutschland ist nicht der große Euro-Gewinner

Deutschland ist nach einer Studie von Matthias Kullas und Alessandro Gasparotti vom Centrum für Europäische Politik (CEP) der große Euro-Gewinner. Der Euro habe Deutschland von 1999 bis 2017 im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von Ländern, die von 1980 bis 1996 ein ähnliches Wachstum hatten, einen akkumulierten Gewinn von knapp 1,9 Billionen Euro beschert.

Wenn Großbritannien fehlt

1. Wenn Großbritannien fehlt, gewinnt die Industriepolitik in der EU Der Brexit verändert die institutionelle Infrastruktur in Europa. Wenn nämlich Großbritannien aus der EU austritt, dann verschieben sich die ordnungsökonomischen Schwerpunkte in der Gemeinschaft: Es fehlt dann der grundsätzlich marktwirtschaftlich, wettbewerbsorientiert, dezentral-subsidiär und im Prinzip protektions-avers angelegte Integrationsentwurf der Briten, der im klassischen Liberalismus angelsächsischer Prägung seine traditionellen Wurzeln hat.